It’s all about you – Unternehmer vor Unternehmen

Der Verkauf eines Unternehmens ist mit Sicherheit eine komplexe Transaktion. Einmal, weil das Unternehmen selbst schon ein komplexes Gebilde ist. Dazu kommt, dass kein Unternehmen dem anderen gleicht. Jeder Unternehmensverkauf ist also eine einzigartige Transaktion.

Als Unternehmer hat man üblicherweise auch keine Vorstellung, wie ein Unternehmensverkauf „richtig“ ablaufen soll.

Zum Glück gibt es auf Unternehmenstransaktionen spezialisierte Berater.

Unternehmensverkauf als Transaktion?

Diese Berater sehen den Unternehmensverkauf als Transaktion.

Das Unternehmen wird bewertet, das ergibt eine Bandbreite für den Kaufpreis. Ein Informationsmemorandum wird erstellt. Potentielle Käufer werden in einer Shortlist verzeichnet und angesprochen. Geheimhaltungsvereinbarungen abgeschlossen. Due Diligence Prüfungen durchgeführt. Letters of Intent erstellt.

Letztlich mit einem Interessenten ein Kaufvertrag verhandelt. Der Vertrag abgeschlossen (so genanntes Signing). Dann das Unternehmen tatsächlich übergeben (so genanntes Closing).

Diese und noch viel mehr Anglizismen und andere für den Laien unverständliche Fachbegriffe (siehe zum Beispiel diesen Wikipedia Eintrag) verleihen dem Berater Autorität. Der Unternehmer fühlt sich unterlegen und tut, wie ihm vom Berater geheissen.

Ist Ihnen etwas aufgefallen?

Aus meiner Sicht fehlt beim üblichen Berateransatz ein entscheidendes Element:

Der Unternehmer.

Der perfekte Unternehmensverkauf beginnt mit dem Unternehmer

Was wollen Sie denn eigentlich erreichen?

In Ihrem Leben. Privat. Welche Träume und Wünsche haben Sie sich noch nicht erfüllt? Welches Hobby haben Sie in den letzten Jahren wegen Ihres Unternehmens vernachlässigt? Welche Freunde?

Wäre es nicht schön, wieder einmal segeln zu gehen? Oder wandern, Golf spielen, Tennis? Konzerte besuchen, Opern, Theater?

Was macht Ihnen denn so richtig Spaß?

Wann haben Sie sich mit Ihrem besten Freund zum letzten Mal auf ein Bier (oder einen Kaffee) zusammengesetzt? Wahrscheinlich ist das länger her als der letzte Geschäftstermin mit einem Geschäftspartner. Kleiner Tipp: Rufen Sie JETZT SOFORT einen Freund an und machen Sie sich mit ihm ein Treffen in Ihrem Lieblingslokal aus!

Visionen und Ziele

Sie haben für Ihr Unternehmen eine Vision? Eine Strategie? Sie haben Unternehmensziele?

Großartig! (auch wenn Sie da jetzt vielleicht ein bißchen flunkern…)

Auf die Unternehmensvision will ich hier nicht weiter eingehen. Nur so viel: Wenn Sie keine haben, sollten Sie unbedingt eine erstellen. Die Unternehmensvision bringt Ihnen den Käufer Ihres Unternehmens. Vergessen Sie alles andere, bevor Sie keine attraktive Unternehmensvision haben.

Worum es mir hier geht, ist Ihre persönliche Lebensvision.

Sie haben Ihren Freund schon angerufen? Ganz wunderbar!

Was haben Sie denn früher immer gemeinsam am Liebsten gemacht? Warum nicht wieder gemeinsam etwas unternehmen?

Und dann denken Sie darüber nach: Was soll Ihnen das Leben noch schenken? Wovon haben Sie als Kind geträumt? Erstellen Sie doch eine Bucket-List (schauen Sie sich als Inspiration den Film „Das Beste kommt zum Schluss (The Bucket List)“ mit Jack Nicholson und Morgan Freeman an).

Haben Sie jetzt Ihre Vision?

Prima! Jetzt leiten Sie daraus Ihre Ziele ab. Was wollen Sie umsetzen? Und bis wann? Denken Sie bitte daran, dass diese Ziele in verschiedene Kategorien fallen können und sollten: Was wollen Sie bis wann haben, was tun, was sein und was anderen oder der Gesellschaft geben?

Und dann gehen Sie Ihre Liste noch einmal durch. Was davon wollen Sie vom Grund Ihres Herzens eigentlich gar nicht? Was haben Sie einfach von anderen übernommen? Streichen Sie diese „Ziele“ wieder weg!

Was werden Sie zur Erreichung Ihrer Ziele brauchen? Wer kann Ihnen helfen? Welche materiellen Mittel werden erforderlich sein?

Und erst jetzt kommt die Frage:

Wie hilft Ihnen Ihr Unternehmen dabei, Ihre Ziele zu erreichen?

Ihr Unternehmen hat keinen Selbstzweck. Der Zweck des Unternehmens ist es, Ihnen Ihre Wünsche zu erfüllen!

Wie? Na, indem Sie es verkaufen. Ihre Wünsche werden doch Geld kosten.

Sie sehen, es ist am Anfang unserer Überlegungen zum Unternehmensverkauf ganz egal, wieviel das Unternehmen wert ist, wennn Sie gar nicht wissen, wieviel Geld Sie brauchen, um Ihre Wünsche zu erfüllen.

Jetzt müssen wir aber doch der Realität ins Gesicht sehen. Denn jetzt sollten Sie eine Unternehmensbewertung machen. Ist das Unternehmen so viel wert, wie Sie brauchen?

Wenn nicht:

Wie können Sie das ändern?

Mit dieser Frage beginnen Sie endlich, wie ein Unternehmer zu denken. Ja, jetzt ist es Zeit, AM Unternehmen zu arbeiten.

Wie das geht, was Sie da tun müssen, welche Rolle Sie haben, was Ihre Aufgaben als Unternehmer sind, das ist aber ein anderes Kapitel. Dazu lesen Sie in einem anderen Blogartikel mehr.

Oder Sie kommen in unseren Workshop. Da zeigen wir es Ihnen.

Unternehmensverkauf kann so einfach sein!

Ein Gedanke zu „It’s all about you – Unternehmer vor Unternehmen

  1. Pingback: Warum Ihre Vision über den Unternehmensverkauf entscheidet - nicht der Unternehmenswert - Folge5

Schreibe einen Kommentar